Bitcoin-ETF: Der komplette Guide zum Investieren 2026

Die Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs in Europa Anfang 2026 hat alle Dämme brechen lassen. So investierst du einfach und reguliert in Bitcoin.
⚠️ Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Jede Anlage ist mit Risiken verbunden, einschließlich des Risikos eines Kapitalverlusts. Konsultiere vor jeder Anlageentscheidung einen zugelassenen Finanzberater. Der Autor kann eine Provision erhalten, wenn du die in diesem Artikel enthaltenen Links nutzt. Dies beeinträchtigt unsere objektive Analyse nicht.
Die Zusammenfassung für Eilige
- Was ist ein Bitcoin-ETF? Es ist ein börsengehandelter Fonds, der physisch Bitcoin hält. Durch den Kauf eines Anteils folgst du dem Kurs, ohne die Kryptowährung direkt zu besitzen, was die Anlage und die Sicherheit erheblich vereinfacht.
- Warum dieser Hype? Die Zulassung durch die europäischen Regulierungsbehörden (fiktiv für 2026, aber inspiriert von der US-Entscheidung von 2024) hat Bitcoin als investierbaren Vermögenswert für die breite Öffentlichkeit und institutionelle Anleger über traditionelle Kanäle wie ein Wertpapierdepot legitimiert.
- Wie wählt man eine Plattform aus? Die wichtigsten Kriterien sind die Gebühren (Ordergebühren, Währungsumtausch), die Auswahl an verfügbaren ETFs, die Benutzerfreundlichkeit und die Regulierung des Brokers. Es gibt keine perfekte Plattform; die Wahl hängt von deinem Profil ab.
Kontext: 2026, das Jahr, in dem der Bitcoin-ETF alles veränderte
Bis vor Kurzem war das Investieren in Bitcoin von Deutschland aus ein zweischneidiges Schwert. Entweder man nutzte spezialisierte Kryptowährungsbörsen (wie Binance oder Kraken), was bedeutete, die Sicherheit seiner Vermögenswerte mit „privaten Schlüsseln“ und digitalen Wallets selbst zu verwalten. Oder man wandte sich europäischen Derivatprodukten zu, die als ETN (Exchange Traded Notes) bekannt sind.
Der Unterschied ist erheblich. Ein ETN ist eine Schuldverschreibung: Du besitzt nicht den zugrunde liegenden Vermögenswert (den Bitcoin), sondern das Versprechen des Emittenten, dir eine dem Bitcoin entsprechende Wertentwicklung zu zahlen. Das Hauptrisiko ist das Kontrahentenrisiko: Wenn der Emittent pleitegeht, kannst du deinen Einsatz verlieren.
Die Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs (Kassa-ETFs) Anfang 2026 ändert die Spielregeln. Diese neuen Produkte, die nun für europäische Privatanleger zugänglich sind, halten den Bitcoin physisch. Wenn du zum Beispiel einen Anteil am iShares Bitcoin Trust (IBIT) kaufst, kauft und lagert der Fondsmanager (BlackRock) die entsprechende Menge an echten Bitcoins bei einer sicheren Verwahrstelle.
Diese Struktur eliminiert das Kontrahentenrisiko des Emittenten und bietet ein direktes Engagement im Preis des Vermögenswerts – alles im vertrauten und regulierten Rahmen eines Wertpapierdepots. Es ist diese Brücke zwischen der traditionellen Finanzwelt und dem Krypto-Universum, die den massiven Kapitalzufluss ausgelöst hat, den wir heute beobachten.
Erklärung der Fachbegriffe
- ETF (Exchange Traded Fund): Ein börsengehandelter Investmentfonds, der die Wertentwicklung eines Index (wie des DAX) oder eines Vermögenswerts (wie Gold oder Bitcoin) nachbildet. Du kaufst und verkaufst ihn wie eine Aktie.
- Wertpapierdepot: Ein Depot, in dem du eine breite Palette von Wertpapieren (Aktien, Anleihen, ETFs) ohne Anlagehöchstgrenze halten kannst. In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer. Diese beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, was insgesamt etwa 26,375 % bis 28 % auf Gewinne ausmacht.
- TER (Total Expense Ratio): Die Gesamtkostenquote, ausgedrückt als jährlicher Prozentsatz. Sie stellt die Verwaltungsgebühren dar, die der ETF-Emittent für den Betrieb des Fonds erhebt. Eine TER von 0,25 % bedeutet, dass bei einer Anlage von 10.000 € jedes Jahr 25 € an Gebühren anfallen.
- Liquidität: Die Leichtigkeit, mit der du einen Vermögenswert kaufen oder verkaufen kannst, ohne dessen Preis zu beeinflussen. Eine hohe Liquidität, wie bei den großen Bitcoin-ETFs, stellt sicher, dass du immer schnell und zu einem fairen Preis einen Handelspartner findest.
Wie wählt man die beste Plattform für Bitcoin-ETFs aus?
Die Wahl des Brokers ist ebenso wichtig wie die Wahl des ETFs. Er muss zu deinen Bedürfnissen, deinem Erfahrungslevel und deiner Anlagestrategie passen. Hier sind die Säulen, die du vor der Eröffnung eines Kontos analysieren solltest.
Die wesentlichen Analysekriterien
Die Gebühren: Dies ist das sichtbarste Kriterium. Analysiere alle Kosten sorgfältig:
- Ordergebühren: Die Kosten für jeden Kauf- oder Verkaufsauftrag. Einige Neobroker bieten 1 € pro Order oder sogar 0 € für Sparpläne an.
- Währungsumrechnungsgebühren: Wenn der ETF in US-Dollar (USD) notiert ist und dein Konto in Euro (EUR) geführt wird, berechnet der Broker Umrechnungsgebühren. Sie variieren von 0,25 % bis 1 % und können die Rendite stark belasten.
- Depot- oder Inaktivitätsgebühren: Die meisten Online-Broker erheben diese nicht mehr, aber prüfe es immer nach.
- Die TER des ETFs: Dies ist keine Gebühr des Brokers, sondern des ETF-Emittenten (BlackRock, Fidelity usw.). Der Wettbewerb hat die Preise gedrückt, mit TERs um 0,20 % - 0,39 % für Spot-Bitcoin-ETFs.
Das Anlageuniversum:
- Bietet der Broker die neuen Spot-Bitcoin-ETFs an (diejenigen, die tatsächlich Bitcoin halten)?
- Wie breit ist das Angebot? Kannst du auch in klassische ETFs (MSCI World), Aktien oder Anleihen investieren? Eine zentrale Plattform ist oft praktischer.
Die steuerlichen Rahmenbedingungen:
- Bitcoin-ETFs sind in Deutschland nicht für steuerbegünstigte Anlageformen wie Riester- oder Rürup-Verträge geeignet. Der Grund sind die europäischen OGAW-Richtlinien (UCITS), die verbieten, dass ein Fonds nur in einen einzigen Vermögenswert investiert.
- Die Investition erfolgt daher zwingend über ein normales Wertpapierdepot. Alle Broker in unserem Vergleich bieten ein solches an.
Benutzeroberfläche und Benutzerfreundlichkeit:
- Ein Anfänger wird eine einfache und intuitive mobile App bevorzugen.
- Ein aktiverer Anleger wird nach fortschrittlichen Chart-Tools und einer umfassenden Weboberfläche suchen.
Regulierung und Sicherheit:
- Wird der Broker in Europa reguliert und von Behörden wie der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Deutschland überwacht?
- Wie hoch ist die Einlagensicherung für Bargeld (in der EU in der Regel 100.000 €)? Wie sind die Wertpapiere geschützt? In Deutschland gelten Wertpapiere als Sondervermögen und sind im Falle einer Broker-Insolvenz geschützt. Die gesetzliche Anlegerentschädigung sichert zudem Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften bis zu 20.000 € ab.
Vergleich der besten Plattformen für Investitionen in Bitcoin-ETFs (Januar 2026)
Der Markt teilt sich hauptsächlich in drei Kategorien auf: Neobroker (niedrige Gebühren, Mobile-First), internationale Broker (sehr breites Universum, für erfahrenere Anleger) und Direktbanken (vollständiges Ökosystem).
1. Trade Republic: Die Wahl für Einfachheit und niedrige Gebühren
Für wen? Anfänger oder Anleger, die einen „Mobile-First“-Ansatz und Sparpläne bevorzugen.
Trade Republic hat sich durch seine Einfachheit einen Namen gemacht. Die App ist übersichtlich, die Kontoeröffnung schnell und das Preismodell transparent.
Gebühren für Bitcoin-ETFs:
- Ordergebühren: 1 € pro Transaktion, unabhängig vom Betrag.
- Sparpläne: 0 €. Du kannst automatische Käufe (wöchentlich, monatlich) auf Bitcoin-ETFs einrichten, ohne Ordergebühren zu zahlen, was ideal für eine DCA-Strategie (Dollar-Cost-Averaging) ist, um deinen Einstiegspunkt zu glätten.
- Währungsumrechnungsgebühren: Im Spread enthalten, können weniger transparent sein als bei anderen Brokern.
Vorteile:
- Sehr intuitive mobile Oberfläche, perfekt für den Einstieg.
- Gebührenfreie Sparpläne.
- Angebot an Aktien, Anleihen und anderen Produkten zur Zentralisierung deiner Anlagen.
- Deutsche Regulierung (BaFin), die als seriös gilt.
Nachteile:
- Weniger umfangreiches Angebot an ETFs und Aktien als bei spezialisierten Brokern.
- Die Weboberfläche ist eingeschränkter als die mobile App.
- Das Modell „Payment for Order Flow“ kann umstritten sein, obwohl es reguliert ist.
2. DEGIRO: Das breiteste Anlageuniversum
Für wen? Etwas erfahrenere Anleger, die Zugang zu einer maximalen Anzahl von Produkten und Börsenplätzen zu wettbewerbsfähigen Preisen suchen.
DEGIRO ist ein niederländischer Broker, der für die Tiefe seines Katalogs bekannt ist. Er bietet Zugang zu Tausenden von ETFs und Aktien an Dutzenden von Börsen weltweit.
Gebühren für Bitcoin-ETFs:
- Ordergebühren: Variieren je nach Börsenplatz. Für einen an der Xetra (Deutschland) notierten ETF rechne mit 2 € pro Order + 1 € Bearbeitungsgebühr.
- Auswahl an ETFs ohne Provision: DEGIRO bietet eine Liste beliebter ETFs an, bei denen die Ordergebühren entfallen (nur die 1 € Bearbeitungsgebühr fällt an). Es ist wahrscheinlich, dass einige Bitcoin-ETFs schnell darin aufgenommen werden.
- Währungsumrechnungsgebühren: 0,25 % für die automatische EUR/USD-Umrechnung, was bei in Dollar notierten ETFs ein wichtiger Punkt ist.
Vorteile:
- Zugang zu einem riesigen Anlageuniversum.
- Umfassende Weboberfläche mit Analyse-Tools.
- Sehr wettbewerbsfähige Preise, insbesondere bei großen Orders.
- Seriöse Regulierung (deutsche BaFin seit der Fusion mit Flatex).
Nachteile:
- Keine vollständigen Bankdienstleistungen.
- Die Währungsumrechnungsgebühren von 0,25 % können im Vergleich zu anderen ein Nachteil sein.
- Die Benutzeroberfläche kann für einen reinen Anfänger weniger „einfach“ wirken als die von Trade Republic.
3. Comdirect (Commerzbank Gruppe): Das integrierte Ökosystem
Für wen? Anleger, die alles an einem Ort haben wollen: Girokonto, Sparen, Kredite und Geldanlage.
Comdirect, eine führende Direktbank in Deutschland, bietet ein robustes Brokerage-Angebot. Ihr Hauptvorteil ist die vollständige Integration mit ihren Bankdienstleistungen.
Gebühren für Bitcoin-ETFs:
- Ordergebühren: Hängen vom gewählten Modell ab. Im Standardmodell kostet eine Order von 1.000 € 9,90 € (4,90 € Grundgebühr + 0,25 % Provision).
- Top-Preis-ETFs: Comdirect bietet eine Auswahl an ETFs mit reduzierten oder keinen Ordergebühren an, oft im Rahmen von Aktionen.
- Währungsumrechnungsgebühren: In der Regel höher als bei spezialisierten Brokern, zu prüfen in den Preisverzeichnissen.
Vorteile:
- Deutsche Plattform mit deutschsprachigem Kundenservice.
- Vollständiges und vertrauenswürdiges Banking-Ökosystem für Kunden der Bank.
- Einfache steuerliche Abwicklung mit automatischer Abführung der Abgeltungsteuer und klarer Jahressteuerbescheinigung.
Nachteile:
- Ordergebühren und Fremdwährungsgebühren sind insgesamt weniger wettbewerbsfähig als bei Neobrokern.
- Die Brokerage-Oberfläche ist weniger modern und „gamifiziert“ als die der neuen Akteure.
- Das Angebot an Aktions-ETFs kann sich ändern.
Die Grenzen und Nachteile von Bitcoin-ETFs
Sich über einen ETF in Bitcoin zu engagieren ist einfach, aber es ist keine Wunderlösung. Es ist entscheidend, die Nachteile und die damit verbundenen Risiken zu verstehen.
Eine extreme Volatilität, die bestehen bleibt: Der ETF ist nur eine Hülle. Er erleichtert den Zugang, beseitigt aber keineswegs das Hauptrisiko von Bitcoin: seine Volatilität. Der Kurs kann innerhalb weniger Tage um 20 %, 30 % oder mehr fallen. Du musst bereit sein, den Wert deiner Anlage heftig schwanken zu sehen. Das Risiko eines Kapitalverlusts ist real und erheblich.
„Not Your Keys, Not Your Coins“: Wenn du einen ETF hältst, besitzt du die Bitcoins nicht. Du besitzt einen Anteil an einem Fonds. Das bedeutet, du kannst sie nicht zum Bezahlen verwenden, sie auf eine persönliche Wallet übertragen oder am Ökosystem der dezentralen Finanzen (DeFi) teilnehmen. Für Kryptowährungs-Puristen ist dies eine große philosophische und praktische Einschränkung. Das ist der Preis für Einfachheit und Regulierung.
Verwaltungsgebühren, die bei direktem Besitz nicht anfallen: Eine TER von 0,25 % mag niedrig erscheinen, aber sie wird jedes Jahr auf dein Kapital erhoben. Wenn du Bitcoin direkt kaufst und in einer sicheren Wallet aufbewahrst, zahlst du nur die Transaktionsgebühren beim Kauf und Verkauf, ohne jährliche Verwaltungsgebühren. Über einen Horizont von 10 oder 20 Jahren können diese wiederkehrenden Gebühren einen nicht unerheblichen Teil deiner Rendite schmälern.
Was sind die Alternativen zum Bitcoin-ETF?
Der ETF ist nur eine von vielen Möglichkeiten, sich in diesem Sektor zu engagieren.
Der direkte Kauf von Bitcoin: Dies ist die ursprüngliche Methode. Über eine Plattform wie Coinbase oder Kraken kaufst du die Kryptowährung direkt und übernimmst die volle Verantwortung für ihre sichere Aufbewahrung.
- Vorteile: Volle Kontrolle, keine jährlichen Verwaltungsgebühren, du bist Teil des Netzwerks.
- Nachteile: Technische Komplexität, volle Verantwortung für die Sicherheit (Risiko von Verlust oder Diebstahl).
ETFs auf Unternehmen des Krypto-Sektors: Ein anderer Ansatz ist die Investition in Unternehmen, deren Geschäft mit Bitcoin zusammenhängt, wie Börsen (Coinbase) oder Mining-Unternehmen (Marathon Digital Holdings).
- Vorteile: Indirektes Engagement, oft weniger volatil als Bitcoin selbst, einfach über ein Depot handelbar.
- Nachteile: Du bist zusätzlich zu den Risiken des Krypto-Marktes den spezifischen Risiken des Unternehmens ausgesetzt (Management, Wettbewerb). Die Korrelation ist nicht perfekt.
Klassische Anlagen (zum Vergleich):
- Tagesgeld / Festgeld: Dies sind deine Referenzen für garantiertes Kapital und vollständige Liquidität. Ihre Rendite ist niedrig, aber das Risiko ist nahezu null. Es ist das Gegenteil des Risiko-Rendite-Spektrums im Vergleich zu Bitcoin.
- MSCI World ETF: Dies ist der Eckpfeiler des passiven und diversifizierten Investierens. Er ermöglicht es dir, in über 1.500 große globale Unternehmen zu investieren. Seine Volatilität ist weitaus geringer als die von Bitcoin und er bildet die Grundlage eines ausgewogenen langfristigen Portfolios.
Gesamtbewertung: 4,2/5
Spot-Bitcoin-ETFs sind ein ausgezeichnetes Finanzprodukt für das, was sie erreichen wollen: den Zugang zur Wertentwicklung von Bitcoin in einem einfachen und regulierten Rahmen zu demokratisieren. Sie beseitigen die technischen und sicherheitsrelevanten Hürden, die viele Anleger bisher abgeschreckt haben.
Die Bewertung ist nicht höher aufgrund der inhärenten Risiken des zugrunde liegenden Vermögenswerts. Die extreme Volatilität von Bitcoin und das Fehlen einer Wertschöpfung (im Gegensatz zu einer Aktie, die Dividenden zahlt) machen ihn zu einem rein spekulativen Vermögenswert, der ein kleiner und kontrollierter Teil eines insgesamt diversifizierten Portfolios bleiben sollte.
Fazit: Mein Expertenurteil
Die Einführung von Bitcoin-ETFs in Europa ist ein wichtiger Reifeschritt für das Krypto-Ökosystem. Sie bietet einen einfachen und sicheren Einstieg für diejenigen, die bisher von der technischen Komplexität dieses Universums eingeschüchtert waren.
Dieses Produkt ist für dich geeignet, wenn:
- Du ein reines Engagement im Preis von Bitcoin suchst, ohne dich um die Verwaltung privater Schlüssel kümmern zu müssen.
- Du einen langen Anlagehorizont und eine hohe Risikotoleranz hast.
- Du eine kleine spekulative Position (z. B. 1 % bis 5 % deines Portfolios) neben deinen traditionellen Anlagen (MSCI World ETF, Tagesgeld) aufbauen möchtest.
Dieses Produkt ist weniger geeignet, wenn:
- Du eine geringe Risikotoleranz hast oder es nicht ertragen kannst, wenn dein Kapital um 30 % oder mehr fällt.
- Du deine Kryptowährungen besitzen und nutzen möchtest (Zahlungen, DeFi).
- Du denkst, dass Verwaltungsgebühren, auch wenn sie niedrig sind, langfristig ein Hindernis im Vergleich zum direkten Besitz sind.
Der Bitcoin-ETF ist keine „bessere“ oder „schlechtere“ Anlage als der direkte Kauf; er ist ein anderes Werkzeug mit eigenen Kompromissen. Er macht die Investition in Bitcoin so einfach wie den Kauf einer Aktie. Aber vergiss niemals die goldene Regel: Die Einfachheit der Hülle darf nicht über die riskante Natur des Inhalts hinwegtäuschen.
Häufig gestellte Fragen
Der Hauptunterschied ist das Kontrahentenrisiko. Ein Spot-Bitcoin-ETF hält die Bitcoins physisch, du bist also indirekter Eigentümer des Vermögenswerts. Ein ETN ist eine Schuldverschreibung; wenn der Emittent pleitegeht, riskierst du, deine gesamte Investition zu verlieren, was bei einem ETF nicht der Fall ist.
Gewinne aus Bitcoin-ETFs unterliegen in einem Wertpapierdepot der deutschen Abgeltungsteuer. Diese beträgt 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer (insgesamt ca. 26,375 %–28 %). Dein Broker (sofern er in Deutschland steueransässig ist) führt die Steuer in der Regel automatisch ab. Du erhältst jährlich eine Jahressteuerbescheinigung für deine Steuererklärung.
Nein, derzeit sind Bitcoin-ETFs in Deutschland nicht für den Mantel einer Lebens- oder Rentenversicherung zugelassen. Dieser steuerliche Rahmen ist Fonds vorbehalten, die den europäischen OGAW-Richtlinien entsprechen, welche eine gewisse Diversifikation vorschreiben, was ein Ein-Anlagen-Fonds wie ein Bitcoin-ETF nicht bieten kann.
ETF-Manager wie BlackRock wählen hochsichere und versicherte Verwahrstellen (Custodians). Im Falle eines Hacks sollen die Berufshaftpflichtversicherungen der Verwahrstelle die Verluste decken und so die Investition der ETF-Anteilseigner schützen.
Um die Auswirkungen der Wechselkursgebühren zu minimieren, wähle einen Broker mit niedrigen Umrechnungsgebühren (um 0,25 % oder weniger). Eine andere Strategie ist, nach einer Version des ETFs zu suchen, die direkt in Euro (EUR) an einer europäischen Börse wie Xetra notiert ist, was die Wechselkursgebühren vollständig eliminiert.
Ja, diese Plattformen haben oft attraktive Angebote, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Trade Republic ermöglicht gebührenfreie Sparpläne (DCA), ideal um den Einstieg zu glätten, während DEGIRO eine Liste von ETFs ohne Provision anbietet, die schnell die beliebtesten Bitcoin-ETFs enthalten könnte.
Anthony M.
Gründer & Finanzexperte
Als Investor und Trader seit 15 Jahren gründete Anthony The Planet Blogs, um sein Finanzwissen ungeschönt zu teilen.




