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Green Wallbox

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Green Wallbox Test: Der europäische Herausforderer?

23. Dez. 2025
11 Min. Lesezeit
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TR
Thomas RenardTech-Experte
Green Wallbox Test: Der europäische Herausforderer?

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Du hast dir gerade ein Elektroauto gekauft oder wartest auf die Auslieferung? Herzlichen Glückwunsch. Aber schnell wirst du feststellen, dass das Laden an der normalen Haushaltssteckdose ein Albtraum ist (15 bis 20 Stunden für eine Vollladung...), und öffentliche Ladesäulen teuer und oft defekt sind. Du brauchst eine Lösung für zu Hause.

Wahrscheinlich bist du bei deiner Recherche auf die Green Wallbox gestoßen. Weniger bekannt als der Tesla Wall Connector oder die Wallbox Pulsar, verspricht diese Marke (polnischer Herkunft und nicht chinesisch, ein wichtiger Punkt) eine Leistung von 22 kW und volle Konnektivität zu einem oft günstigeren Preis.

Aber ist das wirklich ein gutes Geschäft? Läuft die App stabil? Ist die Installation so einfach wie behauptet? Ich habe die Green Wallbox 2 Pro eingehend analysiert, um dir bei der Entscheidung zu helfen, ob sie 2025 die richtige Investition für deine Garage ist.

Das schnelle Urteil

Du hast es eilig? Das musst du wissen, bevor du weiterliest:

  1. Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis: Sie ist eine der erschwinglichsten smarten 22-kW-Wallboxen auf dem europäischen Markt. Sie enthält bereits Schutzvorrichtungen (DC 6mA), wodurch du dir teure spezielle FI-Schalter sparst.
  2. Vielseitige Installation: Es gibt sie als klassische festverdrahtete Version, aber auch mit CEE-Stecker (Starkstrom), was eine fast "Plug & Play"-Installation ermöglicht, wenn du bereits eine solche Steckdose hast.
  3. Funktionale, aber verbesserungswürdige App: Die App erledigt ihren Job (Zeitplanung, Historie), aber die Benutzeroberfläche ist weniger "sexy" und flüssig als die von Wallbox oder Tesla.

Technische und funktionale Analyse

Tauchen wir in die Details ein. Die Green Wallbox ist nicht nur eine glorifizierte Steckdose, sondern ein intelligentes Energiemanagement-Gerät.

1. Ladeleistung und Flexibilität

Die Green Wallbox 2 Pro ist eine sogenannte "dreiphasige" Wallbox, die bis zu 22 kW liefern kann.

  • Wenn du einen einphasigen Anschluss hast: Sie passt sich automatisch an, um mit bis zu 7,4 kW zu laden (ca. 40-50 km Reichweite pro Stunde). Das ist das Maximum im einphasigen Betrieb (Hinweis: In Deutschland beachten Netzbetreiber oft die Schieflastverordnung, die einphasig meist 4,6 kW als Grenze setzt).
  • Wenn du Drehstrom (dreiphasig) hast: Du kannst mit 11 kW oder 22 kW laden. Achtung: Wenige Autos akzeptieren 22 kW Wechselstrom (die Renault Zoé ist eine bekannte Ausnahme). Die meisten Tesla oder VW ID Modelle sind auf 11 kW begrenzt.

Der entscheidende Punkt: Wer mehr kann, kann auch weniger. Eine 22-kW-Wallbox zu kaufen, macht dich zukunftssicher ("future-proof"), auch wenn dein aktuelles Auto nur mit 11 kW lädt.

2. Konnektivität und App (SaaS)

Hier unterscheidet sich die Wallbox von einer einfachen Starkstromdose. Die Green Wallbox integriert WLAN und Bluetooth.
Die mobile App (iOS/Android) ist die Steuerzentrale. Das ermöglicht sie konkret:

  • Start/Stopp aus der Ferne: Du sitzt auf dem Sofa und hast vergessen, den Ladevorgang zu starten? Ein Klick genügt.
  • Zeitplanung (Scheduling): Das ist DIE Funktion zum Sparen. Du konfigurierst die Wallbox so, dass sie nur während deiner Niedertarifzeiten (oft nachts) aktiv wird.
  • Einstellung der Stromstärke: Du kannst die Wallbox über die App drosseln. Nützlich, wenn Backofen und Heizung gleichzeitig laufen und du vermeiden willst, dass die Sicherung fliegt (obwohl ein dynamisches Lastmanagement besser wäre, siehe unten).
  • Verbrauchshistorie: Für Dienstwagenfahrer, die den Strom vom Arbeitgeber erstattet bekommen müssen, ermöglicht die App den Export präziser Ladedaten.

3. Solar-Management (Eco Charge)

Wenn du eine Photovoltaikanlage hast, bietet die Green Wallbox eine interessante Funktion. Mit einem kompatiblen Energiezähler kann sie den Solarüberschuss erkennen und direkt ins Auto leiten. Anstatt deinen Strom für wenig Geld ins Netz einzuspeisen, fährst du buchstäblich mit der Sonne. Eine Funktion, die oft deutlich teureren Wallboxen (wie der Zappi) vorbehalten ist.

4. Integrierte Sicherheit

Ein technischer, aber für dein Budget entscheidender Punkt. Die Vorschriften verlangen einen Schutz gegen Gleichstromfehler (DC). Viele günstige Wallboxen haben diesen Schutz nicht, was dich zwingt, einen teuren FI-Schalter Typ B (ca. 200300 ) in deinem Sicherungskasten zu installieren.
Die Green Wallbox integriert einen RCD Typ A + 6mA DC-Schutz. Konkret bedeutet das, dass du für deine Installation einen Standard-FI-Schalter (Typ A) verwenden kannst, der deutlich günstiger ist.


Die Stärken

Nach Analyse der Spezifikationen und Nutzerbewertungen überzeugt diese Wallbox aus folgenden Gründen:

"Industrielle" Robustheit

Im Gegensatz zu manchen Wallboxen aus glänzendem Plastik, die schon beim Hinsehen verkratzen, flößt die Green Wallbox Vertrauen ein. Die Front aus gehärtetem Glas ist elegant, das Gehäuse bleibt robust (IP66). Sie ist dicht gegen Schlagregen und Staub. Du kannst sie draußen installieren, ohne Sommergewitter oder Winterfrost fürchten zu müssen.

Die CEE-Stecker-Option (Der "Game Changer" für manche)

Green Wallbox bietet Versionen an, die mit einem roten Industriestecker (CEE 16A oder 32A) vorkonfektioniert sind.

  • Der Vorteil: Wenn du dir von einem Elektriker eine rote CEE-Dose setzen lässt (was Standard und schnell erledigt ist), kannst du deine Wallbox einfach selbst "einstecken". Das macht sie technisch gesehen "mobil".
  • Der Trick: Bei einem Umzug ziehst du den Stecker und nimmst sie mit. Keine aufwendige Demontage der Verkabelung nötig.

Ein offenes Ökosystem

Die Wallbox sperrt dich nicht ein. Das Typ-2-Kabel ist Standard (kompatibel mit Tesla, Renault, VW, Kia, etc.). Zudem ist das RFID-Management (Karten im Lieferumfang) hervorragend für Mehrfamilienhäuser oder Firmenparkplätze: Du kannst die Wallbox sperren, sodass nur der Karteninhaber den Ladevorgang starten kann. Schluss mit dem Nachbarn, der sich im Urlaub heimlich an deine Wallbox hängt.


Die Grenzen und Nachteile

Seien wir ehrlich, nicht alles ist perfekt. Diese Mängel solltest du kennen, bevor du die Karte zückst.

1. Das "Ziegelstein"-Design

Das ist subjektiv, aber im Vergleich zu einer Wallbox Pulsar Max (sehr kompakt, bunt) oder einem Tesla Wall Connector (futuristisch, schlicht), wirkt die Green Wallbox etwas klobig. Sie ist ziemlich voluminös. Wenn die Ästhetik deiner Garage oberste Priorität hat, ist sie vielleicht nicht die erste Wahl. Das 6 oder 10 Meter lange Kabel ist zwar praktisch, kann aber unhandlich sein, wenn man es ohne separate Halterung um das Gehäuse wickeln muss.

2. Zickiges WLAN (nur 2,4 GHz)

Ein wiederkehrendes Problem in der Hausautomation, und Green Wallbox ist keine Ausnahme. Die Wallbox verbindet sich nur mit 2,4-GHz-WLAN-Netzwerken. Wenn du einen modernen Router hast, der 2,4 und 5 GHz unter demselben Namen zusammenfasst, könntest du bei der ersten Kopplung Probleme haben. Oft muss man die Netzwerke in der Router-Oberfläche trennen, um die Konfiguration abzuschließen. Einmal verbunden, läuft es stabil, aber die Einrichtung kann IT-Laien frustrieren.

3. App: Effektiv, aber kein "Wow-Effekt"

Die App erledigt ihre Arbeit, aber die User Experience (UX) liegt eine Stufe unter den Marktführern. Manchmal findet man holprige Übersetzungen. Zudem können Firmware-Updates manchmal langsam sein. Das ist kein K.O.-Kriterium, aber man merkt, dass hier Ingenieure am Werk waren, keine Design-Agentur.


Alternativen und Vergleich

Damit du eine fundierte Wahl triffst, vergleichen wir die Green Wallbox mit ihren zwei direkten Rivalen.

Alternative 1: Wallbox Pulsar Max

Die ästhetische Referenz.

  • Für wen? Diejenigen, die eine sehr kleine, hübsche Wallbox mit einer ultra-flüssigen App und perfekter Smart-Home-Integration (Google Home, Alexa) wollen.
  • Unterschied: Die Pulsar Max ist in der Anschaffung teurer, aber ihre App ist besser. Sie wirkt mehr wie ein "Tech-Lifestyle-Produkt".

Alternative 2: Tesla Wall Connector (Gen 3)

Die Standardwahl für Tesla-Besitzer.

  • Für wen? Tesla-Besitzer (Knopf am Stecker öffnet die Ladeklappe, ein genialer Komfort).
  • Unterschied: Die Tesla-Hardware ist oft günstig in der Anschaffung, ABER die Installation erfordert strikte Einhaltung der Normen (oft wird sicherheitshalber ein teurerer FI Typ A-EV oder B empfohlen, auch wenn Tesla integrierte Schutzmechanismen hat). Zudem verwaltet die Tesla-App die Wallbox, was dich etwas weniger flexibel macht, falls du morgen die Automarke wechselst.

Alternative 3: Green'Up (Legrand) / Verstärkte Steckdose

Die "Low Cost"-Lösung.

  • Für wen? Wenigfahrer (unter 40 km pro Tag) oder Plug-in-Hybride.
  • Unterschied: Das ist keine Wallbox, sondern eine verstärkte Steckdose. Sie lädt mit max. 3,7 kW (halb so schnell wie die Green Wallbox einphasig). Es ist billiger, steigert aber nicht den Wert deines Hauses und ist zu langsam für große Batterien (Typ 60-80 kWh), wenn du abends leer nach Hause kommst.

Preis und Rentabilität

Reden wir über das Budget. Hier punktet die Green Wallbox.

  • Hardware-Preis: Rechne mit ca. 550 bis 750 , je nach Kabellänge (6m oder 10m) und Version (Slim oder Max). Das ist sehr konkurrenzfähig für eine vernetzte 22-kW-Box.
  • Installation:
    • In Deutschland gilt: Der Anschluss an das Niederspannungsnetz muss durch einen eingetragenen Fachbetrieb erfolgen (NAV §13).
    • Die Installation einer Wallbox kostet je nach Aufwand (Entfernung zum Sicherungskasten, Wanddurchbrüche) meist zwischen 400 und 900 .
  • Förderung (Deutschland 2025): Die klassische KfW-Förderung (440) für private Wallboxen ist derzeit ausgelaufen. Aber: Du kannst die Installationskosten (Lohnkosten des Elektrikers) steuerlich als handwerksnahe Dienstleistungen absetzen (20 % der Lohnkosten, bis zu 1.200 direkt von der Steuerschuld abziehbar). Informiere dich auch bei deinen lokalen Stadtwerken, oft gibt es regionale Zuschüsse.

Spartipp: Green Wallbox bietet oft Bundles "Wallbox + Standfuß" oder saisonale Rabatte an. Prüfe vor dem Kauf immer, ob es "Black Weeks"-Angebote oder Sales gibt, da sie preislich oft sehr aggressiv sind.


Häufig gestellte Fragen

Ja, sie ist dank ihres europäischen Standard-Typ-2-Kabels perfekt kompatibel. Im Gegensatz zum Tesla-Stecker hat sie keinen Knopf zum Öffnen der Ladeklappe, aber ihr 10-Meter-Kabel bietet oft mehr Flexibilität beim Parken.

Nein, das ist ein großer Vorteil dieses Modells. Die Green Wallbox integriert bereits einen Schutz gegen Gleichstromfehler (6mA DC), wodurch Sie einen Standard-FI-Schalter Typ A verwenden können, der in der Anschaffung viel günstiger ist.

Absolut, die Wallbox passt sich automatisch an Ihr Stromnetz an. An einem klassischen Hausanschluss (einphasig) drosselt sie ihre Leistung auf 7,4 kW (in DE oft auf 4,6 kW wegen Schieflast zu begrenzen), bleibt aber bereit für eine eventuelle spätere Umrüstung auf Drehstrom.

Über die Eco-Charge-Funktion kann die Wallbox ausschließlich den Überschuss Ihrer Photovoltaikanlage nutzen. Beachten Sie, dass dies oft die Installation eines kompatiblen Energiezählers erfordert, um die Produktionsdaten an die Wallbox zu übermitteln.

Das Problem liegt oft an modernen Routern, die Frequenzen zusammenfassen. Sie müssen zwingend die 2,4-GHz- und 5-GHz-Netzwerke in den Einstellungen Ihres Routers trennen, da die Wallbox für die Erstkopplung nur die 2,4-GHz-Frequenz unterstützt.

In Deutschland ist der Anschluss von Wallboxen an das Niederspannungsnetz gesetzlich geregelt (NAV §13) und darf nur durch eingetragene Fachbetriebe erfolgen. Zudem müssen Wallboxen beim Netzbetreiber angemeldet (und ab 12 kW genehmigt) werden.

Ja, mit ihrer IP66-Zertifizierung und der Front aus gehärtetem Glas ist sie so konzipiert, dass sie Schlagregen, Staub und Frost standhält. Sie ist robuster als viele Konkurrenzmodelle aus Standardkunststoff.

Die Marke bietet regelmäßig Bundles inklusive Standfuß oder Rabatte während der 'Black Weeks' an. Zudem können die Installationskosten in Deutschland oft steuerlich als handwerksnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden.

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Thomas Renard

Tech-Experte

Bekennender Geek und Early Adopter – Thomas analysiert Specs und testet Gadgets vor allen anderen. Als Ex-Ingenieur trennt er Fakten von Marketing-Blabla.

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