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Immobilien

Grundsteuer 2025: Das Ende eines uralten Systems

8. Jan. 2026
13 Min. Lesezeit
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AM
Anthony M.Gründer & Finanzexperte
Grundsteuer 2025: Das Ende eines uralten Systems

Die Grundsteuerreform, die ab 2025 greift, ist beschlossen. Sie ersetzt Berechnungsgrundlagen, die teils aus dem Jahr 1935 stammen, durch ein System, das den tatsächlichen Wert von Immobilien fairer abbilden soll.

Die Zusammenfassung

  • Ende der altenEinheitswerte:Die historischen Einheitswerte (von 1964 inWest- und 1935 in Ostdeutschland) werden abgeschafft, da sie als veraltet und ungerecht gelten.
  • NeueBerechnung in 3 Säulen:Die Steuer hängt künftig vomGrundsteuerwert derImmobilie, der gesetzlichen Steuermesszahl und demHebesatz deinerGemeinde ab.
  • IndirekterEinfluss desEnergieausweises:Obwohl nicht direkt in der Steuerformel, beeinflusst dieEnergieeffizienz den Immobilienwert massiv. Eine schlechte Energieklasse (F, G) dr. ückt den Wert und kann zu Sanierungspflichten führen, was die Gesamtkosten für Eigent. ümer erhöht.

Kontext und Erklärungen

Die Grundsteuer, eine lokale Steuer mit veralteter Berechnung

Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer, die du jedes Jahr zahlst, wenn du zum Stichtag 1. Januar Eigent. ümer eines Grundst. ücks oder einer Immobilie bist. Sie dient der Finanzierung lokaler Dienstleistungen und Einrichtungen: Schulen, Straßen, Kitas und mehr. Bisher basierte ihre Berechnung auf einer Grundlage, die zum Kopfsch. ütteln (oder Zähneknirschen) anregte: demEinheitswert. Dieser Einheitswert sollte den Wert deinesEigentums repräsentieren. Das Problem? Die zugrunde liegenden Werte stammten in Westdeutschland aus dem Jahr 1964 und in Ostdeutschland sogar aus 1935. Sie wurden zwar pauschal angepasst, aber die Basis selbst wurde nie grundlegendüberarbeitet.

Dieses System führte zu absurden Situationen. Eine modernisierte Altbauwohnung in einem Szeneviertel konnte auf Basis ihres lächerlich niedrigen Werts aus den 60er-Jahren besteuert werden, während ein Neubau im Umland möglicherweiseüberbewertet wurde. Das Bundesverfassungsgericht erklärte dieses System 2018 für verfassungswidrig und zwang den Gesetzgeber zur Reform. Das Ziel ist es, die Steuer gerechter zu gestalten, indem sie sich am tatsächlichen und aktuellen Wert der Immobilien orientiert.

Die Geschichte einer lange aufgeschobenen Reform

Die Debatteüber eine Reform der Grundsteuer ist nicht neu. Sie ist seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner in der deutschen Finanzpolitik. Mehrere Regierungen haben sich daran versucht, aber die technische Komplexität und die Angst vor Unmut (niemand mag Steuererhöhungen) führten immer wieder zu Verschiebungen.

Der Druck durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das eine gerechtere Bewertung forderte, machte die Reform jedoch unumgänglich. Das Grundsteuer-Reformgesetz wurde schließlich verabschiedet und verpflichtet alle Eigentümer, zwischen 2022 und Anfang 2023 eine neue Steuererklärung für ihre Immobilien abzugeben. Die neue Berechnung gilt dann für die Grundsteuer ab dem 1. Januar 2025.

Die Hauptakteure dieser Transformation sind die Finanzämter, die die Datenerhebung und Berechnung steuern, und die Gemeinden, die weiterhin die entscheidenden Hebesätze festlegen.

Detaillierte Analyse

Die neue Berechnung der Grundsteuer basiert auf einer Formel, die drei Schlüsselvariablen kombiniert. Vergiss die alten Schätzungen, alles wird neu aufgerollt.

**Neue Grundsteuer = (Grundsteuerwert × Steuermesszahl) ×**Hebesatz der Gemeinde
Schauen wir uns diese drei Säulen genauer an.

Säule 1: Der Grundsteuerwert

Das ist die grundlegendste Änderung. DerGrundsteuerwertersetzt den alten Einheitswert. Er soll denWert des Grundst. ücks und des Geb. äudes realitätsn. äher abbilden. Die genaue Berechnungsmethode unterscheidet sich je nach Bundesland (Stichwort: Flickenteppich).

Wie wird er konkret berechnet (amBeispiel des Bundesmodells)?
Die Finanzverwaltung nutzt für die Wertermittlung verschiedene Daten, die du in deiner Grundsteuererklärungüber das**ELSTER-**Portalangeben musstest:

  • **Bodenrichtwert:**Der offizielle Wert des Grundst.ücks proQuadratmeter.
  • **Grundstücksfläche:**Die Größe deines Grundstücks.
  • Immobilienart:z.B. Ein- oderZweifamilienhaus,Mietwohnung etc.
  • **Wohnfläche:**Die Quadratmeterzahl deiner Immobilie.
  • **Baujahr des Gebäudes:**Das Alter beeinflusst den Wert.

Ein Algorithmus der Finanzverwaltung ermittelt aus diesen und weiteren Daten (wie z.B. einer statistischen Nettokaltmiete) den neuen Grundsteuerwert. Die Daten stammen aus den Erklärungen der Eigentümer und den Datenbanken der Gutachterausschüsse.

Säule 2: Der (indirekte) Einfluss des Energieausweises

Hier unterscheidet sich die deutsche Reform von Ans. ätzen wie in Frankreich, wo ein direkter Bonus-Malus eingef. ührt wird. In Deutschland gibt es (noch) keinen direkten Steuer-Bonus oder -Malus für die Energieeffizienz in der Grundsteuerformel. Dennoch wird derEnergieausweis, der dein Gebäude von A+ bis H einstuft, zu einem entscheidenden Kostenfaktor.

Der Einfluss ist indirekt, aber massiv:

  • Einfluss auf denMarktwert:Eine schlechte Energieeffizienz (Klasse F, G, H) dr. ückt denMarktwert einer Immobilie erheblich. Da der neue Grundsteuerwert (im Bundesmodell) wertbasiert ist, schlägt sich ein niedrigerer Wert auch in einer (potenziell) niedrigeren Steuer nieder. Dies ist jedoch nur ein schwacher Trost.
  • Sanierungspflichten nach GEG:Das Geb. äudeenergiegesetz (GEG) zwingtEigent.ümer von Energieschleudern zu teurenSanierungen, insbesondere bei einem Eigentümerwechsel.Diese Kosten. übersteigen eine möglicheSteuerersparnis beiWeitem.
  • Wertsteigerung durchSanierung:Umgekehrt steigert eine energetische Sanierung (z.B. aufKlasse A oder B) den Marktwert der Immobilie und macht sie zukunftssicher. Dies kann zwar den Grundsteuerwert erhöhen, wird aber durch niedrigere Energiekosten und einen höheren Wiederverkaufswert mehr als kompensiert.

Das Ziel ist klar: Obwohl nicht direktüber die Steuer, schafft der Gesetzgeberüber andere Hebel (GEG, Förderungen) einen starken Anreiz, in die energetische Sanierung zu investieren und bestraft das Halten von ineffizienten Gebäuden.

Säule 3: Die Hebesätze der Gemeinden

Diese Säule bleibt im Prinzip unverändert. Die Gemeinden und Städte legen weiterhin jedes Jahr ihre eigenenHebesätzefest. Dies ist ihre wichtigste Einnahmequelle zurFinanzierung der lokalen Infrastruktur.

Die Auswirkung dieser Hebesätze ist jedoch ungleich größer. Zuvor wurden sie auf eine veraltete, starre Basis (den Einheitswert) angewendet. Künftig werden sie auf den neuen, marktnäheren Grundsteuerwert angewendet. Eine leichte Erhöhung des Hebesatzes durch dein Rathaus könnte weitaus größere finanzielle Folgen haben als früher, insbesondere wenn deine Immobilie in einer stark aufgewerteten Lage liegt.

Beispielrechnung: eine Wohnung in Berlin

Stellen wir uns einen konkreten Fall vor, um die Änderung zu verdeutlichen.

  • **Situation:80 m² Wohnung inBerlin,**Baujahr 1980.
  • Annahmen für dasBundesmodell:**Bodenrichtwert 2.000 /m², statistische Miete 10 /m²,**Hebesatz der Gemeinde 400 % (fiktiv).
  • Das Finanzamt berechnet aus den Daten einen neuen**Grundsteuerwertvon z.B.**200.000 Nun wird dieSteuermesszahl angewendet (ein fester Promillesatz, z.B. 0,31 für Wohneigentum):
  • Grundsteuermessbetrag: 200.000 × 0,00031 = 62 Zuletzt wird derHebesatz derGemeinde angewendet:
  • Jährliche Grundsteuer: 62 × 400 % = **248 **Was wäre der Einfluss der Energieeffizienz?
    Nehmen wir an, eine identische Nachbarwohnung hat die Energieeffizienzklasse G und erhebliche Mängel. Ein Gutachter schätzt ihren Marktwert 20 % niedriger ein. Dies könnte zu einem niedrigeren Grundsteuerwert führen (z.B. 160.000 ), was die Steuer auf ca.**198 **senken würde.

Der Haken: Der Eigentümer der G-Klasse-Wohnung muss laut GEG vielleicht 40.000 in eine Sanierung investieren. Die Steuerersparnis von 50 pro Jahr steht also in keinem Verhältnis zu den drohenden Kosten. Der Energieausweis ist kein Steuerfaktor, sondern ein Indikator für massive Folgekosten oder -einsparungen.

Der neue Grundsteuer-Rechner

Um die Reform zu begleiten, haben die Finanzbehörden die Steuererklärungüber dasELSTER-Portalabgewickelt. Viele Bundesländer bieten zudem eigene Portale oder Informationsseiten an. Zusätzlich gibt es zahlreicheOnline-Grundsteuer-Rechnervon privaten Anbietern wie Immo. Scout24 oderHaufe, mit denen du eine Schätzung deiner zukünftigen Steuerlast vornehmen kannst.

Die positiven Aspekte

Diese Reform, auch wenn sie für einige schmerzhaft sein mag, bringt bemerkenswerte Verbesserungen.

  • **Mehr Steuergerechtigkeit:**Der Hauptvorteil ist die Beseitigung der himmelschreienden Ungerechtigkeiten des alten Systems. Die Steuer wird endlich an den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert einer Immobilie gekoppelt.
  • StarkerAnreiz zur energetischenSanierung:Auch wenn der Hebel indirekt ist, ist dieKombination aus GEG und Marktwert-Effekten sehr wirkungsvoll. Es geht nicht mehr nur darum, Energiekosten zu sparen, sondern auch darum, Zwangssanierungen zu vermeiden und den Immobilienwert zu sichern.
  • **Erhöhte Transparenz:**Mit den neuen, datenbasierten Werten und den Online-Rechnern wird die Steuerberechnung nachvollziehbarer. Du kannst die zugrunde liegenden Daten (wie den Bodenrichtwert) überprüfen und deine Belastung besser vorhersehen.
  • **Potenzielle Entlastung für einige Eigentümer:**Eigentümer von Immobilien in strukturschwachen Lagen, die bisherüberbewertet waren, könnten eine niedrigere Grundsteuer zahlen.

Die Grenzen und Risiken

Als Immobilienexperte muss ich ehrlich sein: Die Reform hat nicht nur gute Seiten. Es gibt echte Risikopunkte.

  • **Die Unvorhersehbarkeit der Hebesätze:**Die Gemeinden haben versprochen, die Reform aufkommensneutral zu gestalten, also ihre Gesamteinnahmen nicht zu erhöhen. Das bedeutet aber nicht, dass es für dich als Einzelnen nicht teurer wird. Wenn die Werte in deinem Viertel stark steigen, kann deine Steuerlast explodieren, selbst wenn die Gemeinde den Hebesatz senkt.
  • Die doppelteBelastung für energetisch schlechte Gebäude:Ein Eigent. ümer einerImmobilie derKlasse G oder H wird mehrfach bestraft. Er muss nicht nur hohe Sanierungskosten stemmen, um gesetzliche Vorgaben zu erf. üllen oder. überhaupt noch vermieten zu können, sondern sieht sich auch mit einem Wertverlust seiner Immobilie konfrontiert.
  • Die Komplexität derModelle:Der Flickenteppich aus verschiedenenBerechnungsmodellen in den Bundesl. ändern (wertbasiert, flächenbasiert) schafft Verwirrung und potenziell neue Ungerechtigkeiten an den Landesgrenzen.

Und jetzt?

Diese Reformändert die Spielregeln. So bereitest du dich je nach deinem Profil darauf vor.

Wenn du Käufer bist

Der Energieausweis wird zu einem ebenso wichtigen Entscheidungskriterium wie die Lage. Eine Immobilie der Klasse G oder H ist nicht mehr nur ein Sanierungsprojekt, sondern eine garantierte finanzielle Belastung.

  • Plane die neueGrundsteuer in deineFinanzierung ein. Verlasse dich nicht auf die alteSteuer des Verkäufers. Nutze einen Online-Rechner für eine vorsichtige Schätzung.
  • Verhandle denPreis von Energieschleudern hartDie Kosten für die Sanierung nach GEG sind ein starkes Argument, um den Preis zu senken. Einindividueller**Sanierungsfahrplan (iSFP)**ist unerlässlich.
  • Bewerte guteEnergieausweise hoch. EineImmobilie der Klasse A oder B sichert dir steuerliche Planbarkeit und niedrige Nebenkosten. Das kann einen etwas höheren Kaufpreis rechtfertigen. Denke auch an Förderungen wie die derKfW-Bank, die oft an den Kauf oder die Sanierung energieeffizienter Immobilien gekoppelt sind.

Wenn du Verkäufer bist

Transparenz ist dein bester Verbündeter.

  • Lass einen aktuellen und verlässlichenEnergieausweis erstellen**. Wenn er schlecht ausfällt, verstecke ihn nicht**. Besser noch:Beauftrage einenEnergieberater, der die notwendigenSanierungsma.ßnahmen beziffert. Das gibt dem KäuferSicherheit.
  • Stell dich aufVerhandlungen einSei bereit, über den Preis zu diskutieren, wenn deineImmobilie eine schlechte Energieklasse hat. Der Käufer wird die Sanierungskosten in sein Budget einrechnen.
  • Wenn du einen gutenEnergieausweis hast, hebe ihn als Top-Verkaufsargument hervor. Zeige klar die Einsparungen bei den Energiekosten auf.

Wenn du Kapitalanleger bist

Deine Berechnung vonNettomietrenditeundCashflowmuss komplettüberarbeitet werden.

  • Die Grundsteuer ist keine feste Größe mehrSie wird zu einer Variablen, die vom Marktwert und den kommunalen Finanzen abhängt. Plane einen Sicherheitspuffer in deine Prognosen ein.
  • Investitionen in energetisch schlechteImmobilien werden sehr riskant. Zwischen Sanierungspflichten, potenziellen Mietausfällen und Wertverlust kann die Rendite schnell negativ werden.
  • Optimiere dein PortfolioEs könnte der richtigeZeitpunkt sein, die leistungsschw. ächsten Immobilien zu verkaufen und sich auf Wohnungen der Klasse C oder D zu konzentrieren, die einen guten Kompromiss darstellen. DieAbschreibung (AfA)für das Geb. äude und Sanierungsaufwendungen kann helfen, dieSteuerlast aus den Mieteinnahmen zu senken.

Häufig gestellte Fragen

Wenn du der Meinung bist, dass der Grundsteuerwert deiner Immobilie zu hoch angesetzt ist, kannst du nach Erhalt des Grundsteuerwertbescheids innerhalb eines Monats Einspruch beim zuständigen Finanzamt einlegen. Um deinen Einspruch zu untermauern, solltest du konkrete Beweise vorlegen, z. B. ein Gutachten oder Vergleichswerte fürähnliche Immobilien.

Ja, die Reform betrifft alle bebauten und unbebauten Grundstücke, einschließlich Zweitwohnungen. Auch für diese muss die neue Grundsteuer ab 2025 auf Basis des neu ermittelten Grundsteuerwerts gezahlt werden.

Ja, die Grundsteuer ist und bleibt für Vermieter eine Betriebsausgabe. Der gesamte gezahlte Betrag der Grundsteuer kann bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten geltend gemacht werden und mindert so die Steuerlast.

Der Energieausweis beeinflusst die Grundsteuer nur indirektüber den Marktwert. Eine Sanierung im Jahr 2025 wird sich erst bei einer zukünftigen Neubewertung des Grundsteuerwerts durch das Finanzamt auswirken, nicht automatisch auf die Steuer für 2025. Die aktuelle Berechnung basiert auf den Verhältnissen zum Stichtag 1. Januar 2022.

In einigen Bundesländern gibt es für den sozialen Wohnungsbau oder kommunale Wohnungsunternehmen befristete Steuerbefreiungen. Für reguläre Neubauten gibt es in der Regel keine solche Befreiung mehr. Die Grundsteuer wird von Anfang an nach den neuen Regeln berechnet, wobei der sehr gute Energiestandard und der hohe Neuwert in die Berechnung des Grundsteuerwerts einfließen.

Nein, die Schätzung eines Online-Rechners ist nur ein Richtwert. Sie basiert zwar auf den neuen Berechnungsformeln, kann aber den endgültigen Hebesatz, den deine Gemeinde für 2025 beschließen wird, nicht exakt vorhersagen. Die Gemeinden passen ihre Hebesätze erst 2024 an, um die Reform möglichst aufkommensneutral zu gestalten.

Wenn du der Meinung bist, dass der Grundsteuerwert deiner Immobilie zu hoch angesetzt ist, kannst du nach Erhalt des Grundsteuerwertbescheids innerhalb eines Monats Einspruch beim zuständigen Finanzamt einlegen. Um deinen Einspruch zu untermauern, solltest du konkrete Beweise vorlegen, z. B. ein Gutachten oder Vergleichswerte fürähnliche Immobilien.

Ja, die Reform betrifft alle bebauten und unbebauten Grundstücke, einschließlich Zweitwohnungen. Auch für diese muss die neue Grundsteuer ab 2025 auf Basis des neu ermittelten Grundsteuerwerts gezahlt werden.

Ja, die Grundsteuer ist und bleibt für Vermieter eine Betriebsausgabe. Der gesamte gezahlte Betrag der Grundsteuer kann bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten geltend gemacht werden und mindert so die Steuerlast.

Der Energieausweis beeinflusst die Grundsteuer nur indirektüber den Marktwert. Eine Sanierung im Jahr 2025 wird sich erst bei einer zukünftigen Neubewertung des Grundsteuerwerts durch das Finanzamt auswirken, nicht automatisch auf die Steuer für 2025. Die aktuelle Berechnung basiert auf den Verhältnissen zum Stichtag 1. Januar 2022.

In einigen Bundesländern gibt es für den sozialen Wohnungsbau oder kommunale Wohnungsunternehmen befristete Steuerbefreiungen. Für reguläre Neubauten gibt es in der Regel keine solche Befreiung mehr. Die Grundsteuer wird von Anfang an nach den neuen Regeln berechnet, wobei der sehr gute Energiestandard und der hohe Neuwert in die Berechnung des Grundsteuerwerts einfließen.

Nein, die Schätzung eines Online-Rechners ist nur ein Richtwert. Sie basiert zwar auf den neuen Berechnungsformeln, kann aber den endgültigen Hebesatz, den deine Gemeinde für 2025 beschließen wird, nicht exakt vorhersagen. Die Gemeinden passen ihre Hebesätze erst 2024 an, um die Reform möglichst aufkommensneutral zu gestalten.

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Anthony M.

Gründer & Finanzexperte

Als Investor und Trader seit 15 Jahren gründete Anthony The Planet Blogs, um sein Finanzwissen ungeschönt zu teilen.

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